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Anw√§rtersonderzuschlag f√ľr den Ausbildungsjahrgang 2017/2019 gesichert

Auf Dr√§ngen des BSBD ist im vergangenen Jahr die Gew√§hrung von Anw√§rtersonderzuschl√§gen f√ľr die Laufbahnen des allgemeinen Vollzugsdienstes und des Werkdienstes neu geregelt worden. Die Gew√§hrung der Sonderzuschl√§ge umfasst seither die gesamte Dauer der Anw√§rterzeit. Das bis dahin angewandte J√§hrlichkeitsprinzip wurde aufgegeben. Damit konnte der BSBD f√ľr die Nachwuchskr√§fte Planungssicherheit erreichen, weil die Zuschl√§ge nunmehr f√ľr die gesamte Ausbildungsdauer gezahlt werden.

Das Justizministerium hat soeben mitgeteilt, dass das nordrhein-westf√§lische Finanzministerium der Zahlung der Sonderzuschl√§ge auch f√ľr den Ausbildungsjahrgang 2017-2019 zugestimmt hat.

Die Situation der Nachwuchsgewinnung hat sich im zur√ľckliegenden Jahreszeitraum deutlich versch√§rft. Es wird angesichts einer florierenden Wirtschaft immer schwieriger, junge Menschen f√ľr ein berufliches Engagement im Strafvollzug zu gewinnen. Der Strafvollzug bem√ľht sich nicht zuletzt deshalb speziell um Zweitberufler, zumal deren berufliche Erfahrungen f√ľr ihre k√ľnftige Arbeit im Strafvollzug nutzbar sind.

Gerade auf diese Erfahrungen setzt der Strafvollzug bei der Wahrnehmung seines Behandlungsauftrages. Diese Personengruppe ist aber etwas älter als Schulabgänger und daher vielfach bereits in finanzielle Verpflichtungen eingebunden. Der Strafvollzug muss also finanzielle Rahmenbedingungen bieten, die es auch diesem Personenkreis erlaubt, eine qualifizierte Ausbildung im Strafvollzug absolvieren zu können.

Der Sonderzuschlag wird auch k√ľnftig in H√∂he von 50 Prozent des Anw√§rtergrundbetrages gezahlt. Nach Auffassung des BSBD ist der Anreiz eines "sicheren" Arbeitsplatzes k√ľnftig allein nicht mehr ausreichend, um junge Menschen f√ľr das Berufsfeld ‚ÄěStrafvollzug‚Äú zu interessieren. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen m√ľssen stimmen, damit die Bewerber einen Berufswechsel wagen k√∂nnen, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

√úber die Zustimmung des Finanzministeriums zeigte sich BSBD-Chef Peter Brock erfreut, dies sei eine sachgerechte Entscheidung. Der Gewerkschafter warnte die Politik zugleich davor, angesichts gr√∂√üer werdender Finanzierungsrisiken am falschen Ende zu sparen. ‚ÄěAngesichts der sich auch im Sicherheitsbereich abzeichnenden Probleme muss der Vollzug in einer guten Verfassung gehalten werden. Daf√ľr‚Äú, so Peter Brock, ‚Äěist eine gute Nachwuchsgewinnung unverzichtbar.‚Äú