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Zus√§tzlicher Sonderurlaub f√ľr die Kinderbetreuung

Das Landeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Sonderurlaub f√ľr die Kinderbetreuung entsprechend der Bundesregelung auszuweiten. Die Familien leiden unter dem aktuellen Shutdown in besonderer Weise. Die Anforderungen des Berufes mit der Kinderbetreuung einigerma√üen in Einklang zu bringen, wird immer schwieriger. BSBD und DBB haben deshalb nachdr√ľcklich darauf gedr√§ngt, die Bundesregelungen auch f√ľr Nordrhein-Westfalen zu √ľbernehmen. Die Landesregierung greift diese Forderung jetzt auf.

Nach dem heute gefassten Beschluss k√∂nnen Landesbeamte pro Kind bis zu 20, insgesamt jedoch maximal 45 Sonderurlaubstage pro Jahr geltend machen. F√ľr Alleinerziehende erh√∂ht sich die Zahl auf bis zu 40 Sonderurlaubstage pro Kind und maximal 90 Sonderurlaubstage im Jahr.

Diese Tage k√∂nnen f√ľr die Betreuung kranker, behinderter oder auf Hilfe angewiesener Kinder verwendet werden. Bewilligungsf√§hig sind diese Tage zus√§tzlich, wenn Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen oder Einrichtungen f√ľr Menschen mit Behinderung pandemiebedingt geschlossen sind oder diese Einrichtungen ihr Betreuungsangebot erheblich einschr√§nken. Diese Regelung gilt unabh√§ngig davon, ob die M√∂glichkeit besteht, seine Arbeitsleistung im Homeoffice zu erbringen.

Der Kabinettsbeschluss wird durch √Ąnderung der Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW umgesetzt werden, die nur f√ľr das Jahr 2021 gilt und r√ľckwirkend zum 5. Januar 2021 in Kraft treten wird.

Um auch die Selbstst√§ndigen und Freiberufler zu unterst√ľtzen, werden 9 Mio. Euro aus dem Corona-Rettungsschirm zur Verf√ľgung gestellt, damit f√ľr diesen Personenkreis Verdienstausfallentsch√§digungen gezahlt werden k√∂nnen. Entsch√§digungen werden auf Antrag gew√§hrt.

BSBD-Chef Ulrich Biermann zeigte sich sehr erleichtert, dass die Landesregierung dem Dr√§ngen der Gewerkschaften nachgegeben hat. ‚ÄěDer Situation vieler Kolleginnen und Kollegen, die gro√üe Probleme haben, ihre Kinder angemessen zu versorgen, wird mit der jetzt gefundenen Regelung angemessen Rechnung getragen. Es bleibt zu hoffen, dass speziell die Familien durch diese Regelung in ausreichender Weise in die Lage versetzt werden, die Kinderbetreuung m√∂glichst optimal zu organisieren!‚Äú

Friedhelm Sanker

Bild: Adobe Stock