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Markus Dahlbeck (li.) und sein Vertreter Wolfgang Passmann (re.) w√ľrdigten die 50-j√§hrige Gewerkschaftszugeh√∂rigkeit der beiden Jubilare Horst Moritz (2. v. li.) und Paul Jortzik (2. v. re.).

OV Bochum: Paul Jortzik und Horst Moritz f√ľr 50-j√§hrige Gewerkschaftszugeh√∂rigkeit geehrt

Es kommt nicht alle Tage vor, dass Kollegen ihrer Fachgewerkschaft 50 Jahre die Treue halten. Deshalb hatte es sich der Bochumer BSBD-Vorstand nicht nehmen lassen, die beiden Jubilare angemessen zu ehren. Die Sitzung des Vorstandes bildete den Rahmen, um die beiden Jubilare zu w√ľrdigen. Vorsitzender Markus Dahlbeck √ľbereichte die Ehrenurkunden des BSBD und dankte den beiden Vollzugsveteranen f√ľr ihr ehrenamtliches Engagement, ohne die keine erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit m√∂glich sei.

Markus Dahlbeck machte darauf aufmerksam, dass die Zeit auch an den Gewerkschaften nicht spurlos vor√ľbergegangen sei. Fr√ľher traf man sich zu gemeinschaftlichen Veranstaltungen, um zu diskutieren und Interessen zu gewichten, heute finde Kommunikation immer √∂fter multimedial √ľber soziale Netzwerke statt.

Hieraus ergebe sich die Schwierigkeit, die eigenen Interessen zu entwickeln und zu formulieren und durch ein demokratisches Votum der Kolleginnen und Kollegen abzusichern. ‚ÄěIhr, liebe Kollegen Jortzik und Moritz, seid da noch aus anderem Holz geschnitzt. Ihr konntet und k√∂nnt noch nachvollziehen, dass es der Solidarit√§t der Betroffenen bedarf, √∂ffentliche Arbeitgeber zu Verbesserungen sowohl beim Gehalt und der Pension als auch bei den Arbeitsbedingungen zu bewegen. F√ľr diese Unterst√ľtzung und Treue, die ihr zu unseren gemeinsamen Zielen bewiesen habt, danke ich im Namen der Gewerkschaft Strafvollzug von ganzem Herzen‚Äú, hob Dahlbeck besonders hervor, dass man sich auf die Unterst√ľtzung der Jubilare immer verlassen konnte.

Der Vorsitzende machte zudem darauf aufmerksam, dass die Strafvollzugsbediensteten gut beraten seien, sich an den Jubilaren ein Beispiel zu nehmen. Gerade Berufsgruppenminderheiten, wie sie im Strafvollzug anzutreffen seien, m√ľssten sich in einer eigenen Fachgewerkschaft organisieren, weil sie ihre Interessen in Gro√üorganisationen wegen der bestehenden Mehrheitsverh√§ltnisse nicht zur Geltung bringen k√∂nnten. ‚ÄěEuer Engagement und die erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit des BSBD sind Beleg daf√ľr, dass auch kleine Berufsgruppen ihre Interessen wirkungsvoll vertreten k√∂nnen‚Äú, stellte Markus Dahlbeck fest.