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Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die in der sogenannten Berufskrankheiten-Liste (BK-Liste), der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung (BKV), aufgef√ľhrt sind.

 

Die BK-Liste enth√§lt ausschlie√ülich Krankheiten, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind und denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich h√∂herem Grade als die √ľbrige Bev√∂lkerung ausgesetzt sind. Dies sind derzeit 73 Positionen.

Ist eine Erkrankung nicht in der Liste enthalten oder erf√ľllt sie nicht bestimmte Voraussetzungen, die in Paragraf 9 Abs. 1 SGB VII n√§her definiert werden, gibt es die M√∂glichkeit, in Einzelf√§llen eine Erkrankung "wie eine Berufskrankheit" anzuerkennen. Dazu m√ľssen allerdings neue Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft vorliegen, die belegen, dass f√ľr eine bestimmte Personengruppe arbeitsbedingt ein deutlich erh√∂htes Risiko, an einer bestimmten Gesundheitsst√∂rung zu erkranken, besteht. Der blo√üe Zusammenhang einer Erkrankung mit einer beruflichen T√§tigkeit reicht also allein nicht aus, um die Krankheit als Berufskrankheit anerkennen zu k√∂nnen. Aus diesem Grund k√∂nnen auch die in der Bev√∂lkerung weit verbreiteten "Volkskrankheiten" im Bereich Muskel- und Skelett oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur unter besonderen Voraussetzungen Berufskrankheiten sein.

√Ąrzte und Arbeitgeber sind verpflichtet, den Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit an den Unfallversicherungstr√§ger zu melden. Auch die Krankenkassen sollen entsprechende Hinweise an den Unfallversicherungstr√§ger geben. Nat√ľrlich k√∂nnen Betroffene ihre Erkrankung auch selbst bei ihrer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse melden.

Nach Eingang der Meldung nimmt Ihr Unfallversicherungsträger Kontakt mit Ihnen auf, um den gesamten Sachverhalt zu ermitteln. Dabei werden sowohl Ihre Krankengeschichte als auch Ihre Arbeitsvorgeschichte geklärt. Eine Arbeitsplatzbesichtigung und Messungen von Belastungen am Arbeitsplatzkönnen zur Klärung beitragen.

Ihr Unfallversicherungstr√§ger pr√ľft dann, ob Ihre Erkrankung durch Ihre berufliche T√§tigkeit verursacht wurde. Daf√ľr kann ein fach√§rztliches Gutachten durch einen unabh√§ngigen Sachverst√§ndigen erforderlich sein. Beteiligt am Verfahren ist auch der Gewerbearzt des jeweiligen Bundeslandes.

Über das Ergebnis der Feststellungen informiert Sie Ihr Unfallversicherungsträger möglichst bald. Liegt bei Ihnen eine Berufskrankheit vor, besteht das vorrangige Ziel darin, mit allen geeigneten Mitteln die Folgen der Berufskrankheit zu mildern und eine Verschlimmerung zu vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, erbringt die Unfallversicherung Leistungen, die von der medizinischen Versorgung bis hin zu beruflichen Maßnahmen reichen können. Verbleiben trotz qualifizierter Reha-Maßnahmen körperliche Beeinträchtigungen (mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent), erhalten Sie eine Rente. Über die Rentenzahlung

Sollten Sie mit der Entscheidung des Unfallversicherungstr√§gers nicht einverstanden sein, k√∂nnen Sie dagegen Widerspruch einlegen. √Ąndert der Unfallversicherungstr√§ger seine Entscheidung nicht, steht Ihnen der Klageweg vor dem Sozialgericht offen.