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Auskunftsanspruch nach dem Entgelttransparenzgesetz ab 06.01.2018

Um faire Bezahlung von Männern und Frauen sicherzustellen, hat die Bundesregierung das Entgelttransparenzgesetz auf den Weg gebracht. Es gilt seit dem 06.07.2017. Nun aber tritt das zentrale Instrument des Gesetzes in Kraft: der Auskunftsanspruch. Beschäftigte erhalten damit das Recht zu erfahren, wie sie im Vergleich mit einer Beschäftigtengruppe bezahlt werden, die die gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichtet.

Ab dem 06.01.2018 k√∂nnen Besch√§ftigte von ihrem Arbeitgeber Auskunft dar√ľber verlangen, was Kollegen mit vergleichbarer Besch√§ftigung verdienen.

Konkret bedeutet das: Frauen und M√§nner in Betrieben mit mehr als 200 Besch√§ftigten erhalten ein individuelles Auskunftsrecht. Der Auskunftsanspruch bezieht sich aber nicht auf das konkrete Entgelt einzelner Mitarbeiter, sondern auf ein durchschnittliches monatliches Bruttoentgelt von f√ľnf Mitarbeitern des anderen Geschlechts mit gleichen oder vergleichbaren T√§tigkeiten.

In tarifgebundenen Unternehmen soll der Auskunftsanspruch in der Regel √ľber die Betriebsr√§te wahrgenommen werden, Anlass f√ľr das Entgelttransparenzgesetz ist die ungleiche Bezahlung von M√§nnern und Frauen.

Quelle: Pressemitteilung der BReg v. 05.01.2018