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Die Tarifrunde f√ľr den Bund und die Kommunen beginnt am 26. Februar 2018 in Potsdam.

6 Prozent mehr Gehalt bei einer Mindesterhöhung von 200 Euro als sozialer Komponente

Das ist die Hauptforderung des dbb f√ľr die Besch√§ftigten beim Bund und bei den Kommunen. Hierin sieht die Gewerkschaft den Anspruch der Kolleginnen und Kollegen auf eine angemessene Teilhabe am Erfolg der Gesellschaft als abgegolten.

DBB-Vorsitzender Ulrich Silberbach formulierte heute vor den versammelten Medienvertretern, dass selbst die √∂ffentlichen Arbeitgeber ein Interesse an einer angemessenen Gehaltserh√∂hung in dieser H√∂he haben m√ľssten, weil es ansonsten immer schwerer werde, Nachwuchs f√ľr den √∂ffentlichen Dienst zu rekrutieren. Aktuell fehle es bereits an 200.000 Besch√§ftigten bundesweit. Wie in den zur√ľckliegenden Jahren werden die Verhandlungen ab dem 26. Februar 2018 in Potsdam in Kooperation mit ver.di gef√ľhrt, damit die Arbeitgeber nicht die Chance bekommen, Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen.

Zur Begr√ľndung der Forderung verwies DBB-Chef Silberbach auf die Ausgewogenheit der Gewerkschaftsforderungen, die eine deutliche soziale Komponente mit der Mindesterh√∂hung der Geh√§lter um 200 Euro enthalte. F√ľr Kommunen und den Bund sei es derzeit kein Problem, eine solche Anpassung der Geh√§lter finanziell zu stemmen, weil die Einnahmen im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent gestiegen seien. Die Kassen, so Silberbach, seien prall gef√ľllt. Jetzt m√ľsse sich Wertsch√§tzung nicht nur in guten Worten ersch√∂pfen, sondern in Cent und Euro auszahlen.

Der Tarifabschluss, meinte der Gewerkschaftsboss, m√ľsse zudem zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten und Versorgungsempf√§nger des Bundes √ľbertragen werden. Hier setzt Silberbach auf die Zusage der Gro√ükoalition√§re, sich entsprechend entscheiden zu wollen. Silberbach w√∂rtlich: ‚ÄěWir werden die Bundesregierung beim Wort nehmen.‚Äú

Mit der heute in Berlin aufgestellten Forderung zeigte sich BSBD-Chef Peter Brock einverstanden. ‚ÄěWir werden alles in unserer Macht stehende tun, um diese Forderungen f√ľr unsere Kollegen in Bund und Gemeinden zu unterst√ľtzen. Immerhin kommt dieser Tarifrunde vorentscheidende Bedeutung f√ľr die im kommenden Jahr anstehenden Verhandlungen f√ľr die Bundesl√§nder zu. Deshalb ist es auch f√ľr uns in den Bundesl√§ndern erforderlich, die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt in der Tarifauseinandersetzung stehen, nachdr√ľcklich und auch durch pers√∂nliche Pr√§senz bei Demonstrationen zu unterst√ľtzen, um den √∂ffentlichen Arbeitgebern zu signalisieren, dass der √∂ffentliche Dienst einen angemessen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg verlangt und f√ľr sich reklamiert, und zwar f√ľr den Bund, die Kommunen und im n√§chsten Jahr auch f√ľr die Bundesl√§nder‚Äú, stellte Peter Brock unmissverst√§ndlich klar.

Friedhelm Sanker

Hintergrund

Vom Tarifvertrag f√ľr den √∂ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TV√∂D) sind insgesamt rund 2,6 Millionen Besch√§ftigte betroffen: 2,3 Millionen Arbeitnehmer des Bundes und der Kommunen, f√ľr die der TV√∂D direkte Auswirkungen hat, sowie 344.000 Bundesbeamte und Versorgungsempf√§nger, auf die der Tarifabschluss √ľbertragen werden soll. Die wirkungsgleiche √úbertragung betrifft hier nur die Bundesbeamten, da die Kommunalbeamten nach den jeweiligen Landesgesetzen besoldet werden.